Wie der Hund lernt, in seinem Bett zu schlafen: Tipps für verzweifelte Besitzer

Allein im Bett oder alle gemeinsam? Das Fehlen einer Lösung für dieses vierbeinige Dilemma zehrt sicherlich an den Nerven vieler Hundehalter. Es gibt unzählige Thesen für das Teilen des Bettes und solche, die das Schlafen des Hundes im Garten empfehlen. Das letzte verlässliche Wort gehört hier unzweifelhaft den Tierärzten. Daher haben wir mit Hilfe der Tierärztin und Expertin für Haustier-Verhalten, Dr. Maria Grazia Calore versucht, einen Weg zu finden, damit sich der Hund an das Ruhen in der Hundehütte oder im eigenen Bett gewöhnt.

Die Übernahme des Welpen: Ein entscheidender Moment

Es ist überaus wichtig, die richtige Methode anzuwenden, sobald der Welpe ins Haus kommt. Um den Neuankömmling bestmöglich einzugewöhnen, müssen wir seine bereits gemachten Erfahrungen berücksichtigen und den Wechsel in seinem Leben: Von der Mutter und seinen Geschwistern getrennt, findet sich der Welpe in einer komplett neuen Umgebung voller Fremder wieder. Um seine mögliche Angst abzumildern, ist es daher angebracht, dass die neuen menschlichen Begleiter zu seiner „sicheren Basis“ werden und seinen Wunsch nach einer neuen, verhafteten Beziehung befriedigen. Aus diesen Gründen ist es ratsam, den Hund nicht auf einen isolierten Raum der Wohnung zu beschränken, sondern eher sein Körbchen näher an unseren eigenen Schlafplatz heranzurücken. So vermeiden wir Angst bei ihm. Hier müssen die Besitzer sehr aufmerksam sein: Lass dein Haustier niemals auf dem Bett schlafen, wenn du dies nicht möchtest. Nur nachdem der Welpe an Sicherheit und Selbstvertrauen gewonnen hat, um die Wohnung und den Garten zu entdecken, kann das Körbchen bewegt werden. Diese letzte Phase trifft mit einer für den Hund wesentlichen Zeit zusammen: Trennung. In der Natur vollzieht sich diese abrupt, in einem Haushalt jedoch sollte dies vorsichtig geschehen.

Die perfekte Hundehütte

Erste Regel: Komfort! Unser Hund benötigt ein weiches, mittelgroßes Bett, denn wir müssen bedenken, dass er sich zum Schlafen meistens einrollt. Natürlich sollte das Material der Hütte nicht verschluckbar sein und der Ort des Körbchens strategisch gut gewählt: Einfach erreichbar, aber nicht zu isoliert, ruhig gelegen. Die emotionale Wahrnehmung der Hütte ist wesentlich für den Hund: Das Bett sollte nicht mit Tadel oder unschönen Momenten in Verbindung gebracht werden (zum Beispiel das Säubern der Ohren, das Verabreichen von Medikamenten), sondern nur mit spaßbringenden und positiven Aktivitäten. So könnte der Hund neben seiner Hütte Knochen kauen oder Liebkosungen erhalten (am besten mit dem Handrücken, um das Lecken der Mutter nachzuahmen, wenn der Welpe ruhig wird).

Ziemlich clever ist es, wenn möglich, die Decke, auf der der Hund vor dem Einzug schlief, vom vorherigen Besitzers zu besorgen. Wenn wir diese ins Hundebett einlegen, wird sich der Hund durch die Pheromone beruhigt fühlen, denn sie kennzeichnen, dass dieser Platz nur für ihn reserviert ist. Und falls die Suche nach der „Sicherheits-Decke“ nicht erfolgreich ist, können auch künstliche Pheromone (Dog Appeasing Pheromones) für eine Hütte mit „Beruhigungs-Geruch von Mama“ sorgen.