Tipps für den Weihnachtsurlaub mit Hund und Katze

Reisen ist eine tolle Sache für uns Menschen, um abzuschalten und Energie zu tanken. Doch für unsere vierbeinigen Freunde kann es zu einer Tortur werden. Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob Hund oder Katze mit in den Weihnachtsurlaub kommen sollen und du dir sicher gehen willst, dass es ihnen auf der Reise gut geht, dann ist dieser Beitrag für dich.

 

KATZEN

 

 

 

Eine der Grundlagen damit sich eine Katze wohlfühlt, ist die Sicherheit ihres Reviers. Wenn wir eine Katze in eine neue Umgebung bringen, zum Beispiel aufgrund eines Umzugs oder Urlaubs, erkennt sie zunächst nichts wieder, was sie beruhigen könnte und sie ist verwirrt. Es dauert meist mehrere Tage, bis eine Katze ihr Vertrauen zurückgewonnen hat und sich in ihrer Umgebung wohler fühlt. Dies geschieht durch Ablegen neuer visueller und Duftmarkierungen rings um ihr Territorium.

 

Wenn du das Glück hast, ein Ferienhaus zu besitzen, in dem sich deine Katze schon vorher aufgehalten hat, kannst du sie ganz unbesorgt mit in den Urlaub nehmen, da sie dieses Revier schon vorher markiert hat und kennt. Ähnlich wird es sein, wenn du ein Ferienhaus mietest. In diesem Fall ist es jedoch hilfreich, die Katze für den ersten Tag in einem einzigen Raum zu lassen und Pheromon-Diffuser in den anderen Räumen zu platzieren, bevor die Katze das gesamte Haus erkunden kann. Ein Diffuser bewirkt durch den für die Katze spürbaren Duft ein Gefühl der Ruhe. Du solltest auch einige vertraute Haushaltsgegenstände wie die Futternäpfe, das Bettzeug und das Spielzeug deiner Katze mit dabeihaben. Dadurch wird sie sich noch schneller wohl fühlen.

 

Die Dauer des Urlaubs ist auch eine wichtige Überlegung: Wenn du nur für kurze Zeit, beispielsweise über ein Wochenende, wegfährst, kann der schnelle Wechsel von A nach B und zurück zu stressig für deine Katze sein. Da lohnt es sich zu überlegen, ob man einen guten Freund oder Nachbarn bittet, die paar Tage nach deiner Katze zu schauen und sie zu versorgen. Wenn der Urlaub länger ist, hat eine Katze genügend Zeit sich niederzulassen, in der neuen Umgebung zurecht zu finden und mit dir den Urlaub zu genießen.

 

Das Beste für unsere Katzen ist allerdings, sie in ihrem eigenen Zuhause zu belassen, wo sie ihr Revier kennt und sich sicher fühlt. Freunde und Verwandte darum zu bitten zu füttern und das Katzenklo zu reinigen sollte kein großes Problem darstellen. Wenn niemand verfügbar ist, kann man sich auch einen professionellen Katzensitter mieten, der diese Aufgaben in deiner Abwesenheit übernimmt.

 

Alternativ kann man auch überlegen die Katze für die Zeit des Urlaubs in einer Tierpension unterzubringen. Tierärzte kennen oft geeignete Unterkünfte und auch Katzenzüchter wissen Rat. Wir würden empfehlen, keine Einrichtungen zu wählen, in denen Katzen und Hunde zu nah beieinander untergebracht sind. Denn Katzen mögen ihre Ruhe. Das Bellen der Hunde kann sie – gerade in dieser anderen Umgebung – verstören. Auch sollte jede Katze ihren eigenen Raum haben, den sie sich nicht mit anderen Katzen teilen muss. Sogar die Größe der Box ist wichtig: Vermeide Einrichtungen, in denen die Katze in einem kleinen Käfig eingesperrt ist.

 

Vergiss dabei auch nicht, die Impfungen und Flohmittelbehandlungen deiner Katze auf den neuesten Stand zu bringen und die Gesundheitskarte deiner Katze mit den Kontaktdaten des Tierarztes mitzunehmen. Im Fall des Falles kann so schnell Kontakt aufgenommen werden.

 

In vielen sogenannten Cat-Boarding-Einrichtungen kannst du auch persönliche Gegenstände deiner Katze mitbringen, damit sie sich in deinen Ferien trotzdem wie zu Hause fühlen können.

 

HUNDE

 

 

Einen Hund mit auf Reisen nehmen ist deutlich unproblematischer als bei einer Katze. Hunde sind leichter bei Laune zu halten und weniger an ihr Zuhause gebunden wie Katzen. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn du mit deinem Hund auf Reise gehst.

 

Stelle immer sicher, dass dein Reiseziel, vor allem die Unterkunft, Hunde-freundlich ist. Bei einem Strandurlaub ist es wichtig einen Strand zu wählen, an dem auch Hunde erlaubt sind. Das gleiche gilt beim Skiurlaub: Darf der Hund mit in die Skihütte, das Chalet oder die Piste?

 

Nimm die Lieblings-Spielsachen deines Hundes mit. Ob du nun auf längere Reisen gehst oder nur einen Ausflug machst, pack zunächst in Ruhe die Tasche für deinen Hund. Es empfiehlt sich ein paar Dinge mitzunehmen, die dein Hund von Zuhause kennt. Unabdingbar sind dabei das Hundebett und die Decke, Fressnapf und Trinkschale und natürlich­ Spielzeuge.

 

Bedenke das notwendige Futter. Du solltest idealerweise schon ein paar Monate vor der Abreise das Futter deines Hundes bedenken, denn abrupte Wechsel können, wie auch beim Menschen, Magenverstimmungen und Unwohlsein hervorrufen. Diese Vorbereitungen machen die Reise nicht nur angenehmer für den Freund auf vier Pfoten, sondern erlaubt auch die tägliche Routine etwas beizubehalten, was Hunden ein Gefühl von Sicherheit fern der Heimat gibt.

 

Unbedingt vorher den Tierarzt aufsuchen. Dein Hund sollte vor der Reise alle notwendigen Schutzimpfungen haben. Es gibt Reiseziele die besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit hinsichtlich notwendiger Schutzimpfungen abverlangen. Besprich die geplante Reise möglichst einige Wochen im Voraus mit dem Tierarzt, um deinem Vierbeiner den notwendigen Schutz zu geben.

 

Hol für deinen Hund einen Tier-Reisepass wenn es ins Ausland geht.

 

Denk an die nötige Etiquette wenn du mit deinem Hund unterwegs bist. Stelle sicher, dass du deinen Hund unter Kontrolle hast und er sich in der Öffentlichkeit gut benehmen kann, um keinerlei Anlass für Beschwerden gegen deinen tierischen Begleiter zu geben. Hab jederzeit eine Leine und ggf. auch einen Maulkorb dabei und ausreichend Tüten, um die Hinterlassenschaften deines Freundes aufzusammeln und ordnungsgemäß zu entsorgen.

 

Beachte Temperaturänderungen! Viele Menschen realisieren nicht, dass große Temperaturschwankungen das Herzinfarktrisiko eines Hundes signifikant erhöhen können, zum Beispiel die großen Unterschiede von der Temperatur im Auto mit Klimaanlage während der Fahrt und bei der Ankunft am Strand bei 40 Grad. Das gleiche gilt aber auch für die Fahrt ins Skigebiet, wenn es im Auto recht warm, dort aber eiskalt ist. Hunde können bei kalten Temperaturen schnell unterkühlen und ernsthafte Schäden davontragen. Stelle daher immer sicher, dass sich dein Hund, wie auch die selbst, langsam der neuen Umgebung und Temperatur anpassen kann. Bedenke bei längeren Ausflügen im Schnee, dass sich kleine Eisklumpen zwischen Pfoten und Fell bilden können. Die sollten entfernt werden. Streusalz und Splitt sind für Hundepfoten recht unangenehm. Das Streusalz kann mit etwas lauwarmem Wasser nach dem Ausflug abgespült werden. Es hilft auch, mit Melkfett die Pfoten zu schützen. Kleinere Hunde und subtropische Rassen mit wenig Unterwolle oder Unterhautfettgewebe können mit einem wasserabweisenden Hundemantel zusätzlich warm gehalten werden.

Finde heraus, wie viel Zeit du mit deinem Hund verbringen wirst. Werdet ihr überall gemeinsam hingehen oder bleibt der Hund die meiste Zeit im Hotelzimmer? Überlege gut, welche geplanten Aktivitäten dir und dem Hund Spaß machen werden. Planst du einen Skiurlaub mit einem Schneefan auf vier Pfoten? Dann sei für alle Eventualitäten gewappnet und ausgerüstet.

 

Wenn du dir unsicher bist, ob dein Hund mit in den Urlaub kommen sollte, suche nach einem Hundesitter oder einer erstklassigen Hundepension. Nimm dir die nötige Zeit um die Einrichtung zu wählen. Bei einer Hundepension oder einem Zwinger ist es ratsam zwei oder drei Mal vor dem Urlaub die Einrichtung schon mal zu „beschnuppern“, um später für einen entspannten Aufenthalt zu sorgen. So kannst du dir auch schon vorab einen Eindruck über die für deinen Hund zuständigen Personen verschaffen. Gleichzeitig hat das Personal der Einrichtung die Möglichkeit deinen Hund und seine Gewohnheiten, Vorlieben oder Abneigungen kennenzulernen.

 

Versuche, die Routinen deines Hundes beizubehalten, denn ohne die ist es oft frustrierend für unsere tierischen Begleiter. Wenn ihre Routinen eingehalten werden ist es für Hunde auch einfacher ihre menschlichen Freunde für ein paar Tage nicht sehen zu können.

 

Bedenke auch die Trennungsangst. Genau wie Menschen können Haustiere darunter leiden, wenn sie von ihren menschlichen Freunden getrennt sind. Wenn dein Hund sehr an dir hängt, plane unbedingt ein paar halbtägige Aufenthalte in einer Hundepension, inklusive einer Übernachtung (die kritischste Zeit für den Vierbeiner), damit sich dein tierischer Begleiter die Gewissheit bekommt, dass du ihn wieder abholen kommst.

 

Bei der Wahl der Hundepension versuche deinen Hund wählen zu lassen. Preis, Design oder schicke Werbung sind für uns – für einen Hund aber doch ziemlich irrelevant. Unser Vierbeiner sucht eher nach guten Möglichkeiten für Unterhaltung, aber auch einen Ruheplatz, an dem er sich sicher fühlt und zurückziehen kann. Angst oder Gelassenheit des Hundes sind gute Signale, die wir lesen können, um zu erkennen für welche Hundepension sich unser Freund auf vier Pfoten gerne entscheiden würde.

 

Nachdem du all das bedacht und selbst eine gute Checkliste durchgearbeitet hast, sollte dein Urlaub für dich und deinen Vierbeiner pure Entspannung sein.

 

Viel Freude!