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Alle Menschen freuen sich auf ihren Sommerurlaub, um abzuschalten und Energie zu tanken. Doch für unsere vierbeinigen Freunde kann es zu einer Tortur werden. Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob Hund oder Katze mit in den Sommerurlaub kommen sollen oder Du sie betreut zuhause versorgen lassen möchtest und du sicher gehen willst, dass es ihnen gut geht, dann ist dieser Beitrag für dich.

Katzen

Katzen werden von ihren Menschen eher selten mit in den Urlaub genommen, auf eine „Reisekatze“ trifft man nur manchmal auf Campingplätzen oder in Ferienhäusern und staunt dann über ihre Flexibilität und die feste Bindung an ihre Menschen, deren Gesellschaft ihr offenbar wichtiger ist als die gewohnte Umgebung.

Den meisten Katzen tut man aber mit einer Reise keinen Gefallen und lässt sie daher besser gut betreut zu Hause.

In der Regel bleibt die Katze während des Urlaubs ihrer Besitzer in der eigenen Wohnung und wird hier von einem Katzensitter versorgt. Alternativ zieht sie für die Dauer der Urlaubszeit zu Freunden oder Familie der Halter um oder aber wird in einer Tierpension betreut.

 

 

Wir haben für Dich eine Übersicht der Möglichkeiten zusammen gestellt und was beachtet werden sollte:

Katzensitter

Das Beste für unsere Katzen ist sie in ihrem eigenen Zuhause zu belassen, wo sie ihr Revier kennt und sich sicher fühlt. Freunde oder Verwandte darum zu bitten sie zu füttern, das Katzenklo zu reinigen und Kuschel- und Spielzeit einzuplanen ist hier die beste Lösung.

Wenn niemand verfügbar ist, kann man sich auch professionelle Katzensitter mieten, der diese Aufgaben in deiner Abwesenheit übernimmt.

Damit alles glatt geht:

Vorab: ein gewerblicher Tiersitter braucht wie der Betreiber einer Tierpension eine Genehmigung nach § 11 des Tier­schutz­gesetzes. Nach einem Tiersitter mit Referenzen kann man sich beim örtlichen Tierheim erkundigen, aber auch manche Katzenpensionen bieten Hausbetreuung an.

Idealerweise kennt man den Katzensitter bereits als verlässlichen, katzenerfahrenen und katzenliebenden Menschen, vor allem dann, wenn man den Katzensitter noch nicht so gut kennt, ist es sinnvoll, seine Aufgaben schriftlich festzuhalten:

Wie oft soll er kommen?

Wie viel Zeit bei der Katze verbringen?

Wie oft die Katzentoilette säubern, etc.?

Dazu sollte man auch eine kleine schriftliche Charakterisierung der Katze mit ihren Vorlieben und Besonderheiten anlegen:

Hat sie Angst vor lauten Geräuschen?

Wo versteckt sie sich gerne?

Lässt sie Fellpflege zu (wichtig bei Langhaarkatzen)?

Im besten Fall gibt es vorab auch einen Kennenlern-Termin, damit Tiersitter und Katze sich beschnuppern können.

Für eine gute Vorbereitung auf den kommenden Urlaub, sollte man:

gewohntes Futter und Katzenstreu in ausreichender Menge für die Zeit der Abwesenheit kaufen und bereit stellen

Futternäpfe in den kühlsten Raum der Wohnung stellen, da sie möglicherweise nur eine Füllung in 24 Stunden bekommen

die Wassernäpfe größer und schwerer wählen als sonst, damit sie nicht umkippen können und auch wirklich immer Trinkwasser zur Verfügung steht

einen zweiten Schlüssel bei Nachbarn, Freunden oder Familie hinterlegen

auch einem guten Nachbarn Bescheid sagen, dass sich jemand um die Katze kümmert

regelmäßige Kontrollbesuche durch Nachbarn/Freunde/Familie vereinbaren

einen ‚Notfallkontakt‘ unter Nachbarn und im Freundeskreis haben, falls der Katzensitter ausfällt

auch im Urlaub gut erreichbar sein

die Wohnung katzensicher hinterlassen (Kippfenstersicherung, Balkonnetz, keine Giftpflanzen)

 

Falls ein Notfall eintritt:

Katzen können während sie in der Obhut des Katzensitters sind verunfallen, krank werden, aus der Wohnungstür flitzen, aus dem Fenster fallen oder vom Freigänger-Spaziergang nicht zurückkommen. In diesen Fällen sollte der Katzensitter nicht viel Zeit verlieren müssen, um Hilfe zu bekommen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man:

Kontaktadressen für den Notfall hinterlegen (Tierarzt mit Öffnungszeiten, Freunde, Familie, Nachbarn)

Impfpass und Nachweis für die Registrierung bei einem Haustierregister bereitlegen (auch Wohnungskatzen sollten gechippt und registriert sein)

Vermisst-Suchanzeigen als Kopiervorlage anfertigen, so dass nur noch das Datum eingetragen werden muss

falls das Tier nicht registriert ist: Telefonnummer der örtlichen Tiersammelstelle/Tierfundstelle/Tierheim bereitlegen

Katze zieht zum Katzensitter und wird von ihm versorgt?

Zieht die Katze zum Katzensitter um, muss sie sich zwar in die neue Umgebung einfinden, hat aber auch mehr Ansprache und Betreuung. Vielleicht kann das schon vor dem Urlaub ein paar Tage lang geprobt werden, so dass alle mal austesten können, wie sie miteinander zurecht kommen. Gut ist auch vertraute Gegenstände wie Decken, Körbchen, Spielzeug und den eigenen Katzbaum in das Urlaubszuhause mitzugeben, das schafft vertraute Gerüche und entspannt die Katze.

Zusätzlich zu den oben aufgelisteten Vorkehrungen sollte man:

 

Katzenpension

Der Betreiber einer gewerblichen Tierpension muss eine Genehmigung dafür durch den Nachweis von Sachkunde nach §11 des Tierschutzgesetzes vorweisen.

Um einen Platz in einer Katzenpension muss man sich bereits längere Zeit vor dem Urlaub kümmern, denn nicht nur die Plätze sind begehrt, sondern die Katze muss auch die nötigen Gesundheitsatteste vorweisen können. Welche dies sind und welche Fristen nach Operationen und Impfungen eingehalten werden müssen, muss man unbedingt bereits einige Zeit vor dem Urlaubsantritt erfragen.

Wir würden empfehlen, keine Einrichtungen zu wählen, in denen Katzen und Hunde zu nah beieinander untergebracht sind, denn Katzen mögen ihre Ruhe.

Das Bellen der Hunde kann sie – gerade in dieser anderen Umgebung – verstören. Auch sollte jede Katze ihren eigenen Raum haben, den sie sich nicht mit anderen Katzen teilen muss. Sogar die Größe der Box ist wichtig: Vermeide Einrichtungen, in denen die Katze in einem kleinen Käfig eingesperrt ist.

Hier sollte man sich darauf einrichten, dass:

Kater kastriert sein müssen, Kätzinnen ggf. auch

Impfungen gegen Katzenschnupfen-/Katzenseuche überall Bedingung sind, aber eventuell auch Impfungen gegen Katzenleukose und Tollwut gefordert werden.

die Katze nachweisbar entfloht und entwurmt wurde

Eine Pension, die den Nachweis über die Gesundheit ihrer Pensionsgäste nicht einfordert, sollte man nicht in Betracht ziehen.

Hunde

Einen Hund mit auf Reisen nehmen ist deutlich unproblematischer als bei einer Katze. Hunde sind leichter bei Laune zu halten und weniger an ihr Zuhause gebunden wie Katzen. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn du mit deinem Hund auf Reise gehst.

Stelle immer sicher, dass dein Reiseziel, vor allem die Unterkunft, Hunde-freundlich ist. Bei einem Strandurlaub ist es wichtig einen Strand zu wählen, an dem auch Hunde erlaubt sind.

 

 

Nimm die Lieblings-Spielsachen deines Hundes mit. Ob du nun auf längere Reisen gehst oder nur einen Ausflug machst, pack zunächst in Ruhe die Tasche für deinen Hund. Es empfiehlt sich ein paar Dinge mitzunehmen, die dein Hund von Zuhause kennt. Unabdingbar sind dabei das Hundebett und die Decke, Fressnapf und Trinkschale und natürlich­ Spielzeuge.

Bedenke das notwendige Futter. Du solltest idealerweise schon ein paar Monate vor der Abreise das Futter deines Hundes bedenken, denn abrupte Wechsel können, wie auch beim Menschen, Magenverstimmungen und Unwohlsein hervorrufen. Diese Vorbereitungen machen die Reise nicht nur angenehmer für den Freund auf vier Pfoten, sondern erlaubt auch die tägliche Routine etwas beizubehalten, was Hunden ein Gefühl von Sicherheit fern der Heimat gibt.

Unbedingt vorher den Tierarzt aufsuchen. Dein Hund sollte vor der Reise alle notwendigen Schutzimpfungen haben. Es gibt Reiseziele die besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit hinsichtlich notwendiger Schutzimpfungen abverlangen. Besprich die geplante Reise möglichst einige Wochen im Voraus mit dem Tierarzt, um deinem Vierbeiner den notwendigen Schutz zu geben.

Hol für deinen Hund einen Tier-Reisepass wenn es ins Ausland geht.

Denk an die nötige Etiquette wenn du mit deinem Hund unterwegs bist. Stelle sicher, dass du deinen Hund unter Kontrolle hast und er sich in der Öffentlichkeit gut benehmen kann, um keinerlei Anlass für Beschwerden gegen deinen tierischen Begleiter zu geben. Hab jederzeit eine Leine und ggf. auch einen Maulkorb dabei und ausreichend Tüten, um die Hinterlassenschaften deines Freundes aufzusammeln und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Beachte Temperaturänderungen! Viele Menschen realisieren nicht, dass große Temperaturschwankungen das Herzinfarktrisiko eines Hundes signifikant erhöhen können, zum Beispiel die großen Unterschiede von der Temperatur im Auto mit Klimaanlage während der Fahrt und bei der Ankunft am Strand bei 40 Grad. Das gleiche gilt aber auch für die Fahrt ins Skigebiet, wenn es im Auto recht warm, dort aber eiskalt ist. Hunde können bei kalten Temperaturen schnell unterkühlen und ernsthafte Schäden davontragen. Stelle daher immer sicher, dass sich dein Hund, wie auch die selbst, langsam der neuen Umgebung und Temperatur anpassen kann. Bedenke bei längeren Ausflügen im Schnee, dass sich kleine Eisklumpen zwischen Pfoten und Fell bilden können. Die sollten entfernt werden. Streusalz und Splitt sind für Hundepfoten recht unangenehm. Das Streusalz kann mit etwas lauwarmem Wasser nach dem Ausflug abgespült werden. Es hilft auch, mit Melkfett die Pfoten zu schützen. Kleinere Hunde und subtropische Rassen mit wenig Unterwolle oder Unterhautfettgewebe können mit einem wasserabweisenden Hundemantel zusätzlich warm gehalten werden.

Finde heraus, wie viel Zeit du mit deinem Hund verbringen wirst. Werdet ihr überall gemeinsam hingehen oder bleibt der Hund die meiste Zeit im Hotelzimmer? Überlege gut, welche geplanten Aktivitäten dir und dem Hund Spaß machen werden. Planst du einen Skiurlaub mit einem Schneefan auf vier Pfoten? Dann sei für alle Eventualitäten gewappnet und ausgerüstet.

Wenn du dir unsicher bist, ob dein Hund mit in den Urlaub kommen sollte, suche nach einem Hundesitter oder einer erstklassigen Hundepension. Nimm dir die nötige Zeit um die Einrichtung zu wählen. Bei einer Hundepension oder einem Zwinger ist es ratsam zwei oder drei Mal vor dem Urlaub die Einrichtung schon mal zu „beschnuppern“ oder „Probe zu wohnen“, um später für einen entspannten Aufenthalt zu sorgen. So kannst du dir auch schon vorab einen Eindruck über die für deinen Hund zuständigen Personen verschaffen. Gleichzeitig hat das Personal der Einrichtung die Möglichkeit deinen Hund und seine Gewohnheiten, Vorlieben oder Abneigungen kennenzulernen.

Versuche, die Routinen deines Hundes beizubehalten, denn ohne die ist es oft frustrierend für unsere tierischen Begleiter. Wenn ihre Routinen eingehalten werden ist es für Hunde auch einfacher ihre menschlichen Freunde für ein paar Tage nicht sehen zu können.

Bedenke auch die Trennungsangst. Genau wie Menschen können Haustiere darunter leiden, wenn sie von ihren menschlichen Freunden getrennt sind. Wenn dein Hund sehr an dir hängt, plane unbedingt ein paar halbtägige Aufenthalte in einer Hundepension, inklusive einer Übernachtung (die kritischste Zeit für den Vierbeiner), damit sich dein tierischer Begleiter die Gewissheit bekommt, dass du ihn wieder abholen kommst.

Bei der Wahl der Hundepension versuche deinen Hund wählen zu lassen. Preis, Design oder schicke Werbung sind für uns – für einen Hund aber doch ziemlich irrelevant. Unser Vierbeiner sucht eher nach guten Möglichkeiten für Unterhaltung, aber auch einen Ruheplatz, an dem er sich sicher fühlt und zurückziehen kann. Angst oder Gelassenheit des Hundes sind gute Signale, die wir lesen können, um zu erkennen für welche Hundepension sich unser Freund auf vier Pfoten gerne entscheiden würde.

Nachdem du all das bedacht und selbst eine gute Checkliste durchgearbeitet hast, sollte dein Urlaub für dich und deinen Vierbeiner pure Entspannung sein.

Viel Spaß im Urlaub!

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