Raubtier Katze: Eine Studie

Raubtier Katze, auch heute noch? Ja, die wilde Natur der Katzen ist noch teilweise intakt und hat Auswirkungen auf alle Aspekte ihres Lebens, wie zum Beispiel die Wahl des Futter oder das perfekte Katzenspiel. Ausgehend von diesem faszinierenden Merkmal, arbeiten Wissenschaftler der Universität von Aberystwyth daran, herauszufinden, warum Katzen wilde Tiere selbst ohne Hungergefühl fangen und ihre Beute mit größerem Risiko aufspüren.

Die Katze: Das Phantombild eines perfekten Raubtiers

Dank ihrer unübersehbaren physischen Eigenschaften ist die Katze ein geborenes Raubtier:

Außergewöhnliches Gehör: Wusstest du, dass die Katze in der Lage ist, die Geräusche einer sich bewegenden Maus auf einen Meter Abstand zu orten und sie auf wenige Zentimeter zu lokalisieren?

Überragende visuelle Fähigkeiten: Das Auge einer Katze kann eine Bewegung von 0,4 Zentimetern pro Sekunde wahrnehmen.

Empfindsamer Geruchssinn: Die erweiterte Riechschleimhaut und die Existenz des Jacobsonschen Organs beschleunigen die Bestimmung des Beutegeruchs.

Fühler: Lange Haare an der Schnauze und oberhalb der Augen nehmen die kleinsten Bewegungen wahr.

Natürlich dürfen wir auch nicht den gesamten Körper der Katze vergessen, mit ihrem starken und strapazierfähigen, aber auch leichtgewichtigen und elastischen Skelett, das darauf ausgelegt ist, Beute mit nur einem Sprung zu fangen.

Jäger aus Hunger, Spiel und …?

Als erfahrene Jäger aus Spaß oder Bedürfnis haben Katzen schon von ihrer Mutter das notwendige Training zu einer einzigartigen Technik mitbekommen. Diese äußert sich in:

• Sichten

• Annähern

• Angreifen

• Fangen der Beute

• Mit einem Biss ins Genick töten

• Aufnahme der Beute an einem sicheren Platz

Der Kontakt zum Menschen änderte jedoch alles, wie von Dr. Rupert Marshall, dem Supervisor der Studie, beschrieben: “Einige ihrer raubtierhaften Instinkte wurden durch uns ersetzt. Obwohl das menschliche Handeln viele der großen Raubtiere in weiten Teilen Westeuropas beseitigt hat, haben wir einige ihrer Auswirkungen durch unsere Vorliebe für Katzen ersetzt. Menschen wirken auf ihre Umwelt auf vielfache Weise ein, von der Geräuschbelästigung, Veränderung in Gewohnheiten und Klima … Wir versuchen zu verstehen, ob die Katzen die gewöhnlichste Art ausgewählt haben, diejenige, die am leichtesten zu fangen war, jede noch zu ergatternde Beute, oder suchen sie nach einem bestimmten Typ Protein. Im Moment wissen wir es nicht.“

Bis dies geklärt ist, können wir viel Gutes tun, um unser Katzen-Raubtier glücklich zu machen – wie von Dr. Maria Grazia Calore beschrieben: „Das Wohlergehen unseres Tieres ist nur garantiert, wenn wir ihm, zusätzlich zu den Grund-Bedürfnissen wir Hunger und Durst, die Möglichkeit bieten, sein Verhalten auszudrücken, welches Teil seines verhaltensbiologischen Rahmens ist. Jagen ist, so grausam dies für uns sein mag, eins der wichtigsten Verhalten unserer Katze.“