Kuscheln mit der Katze: Eine Studie

Katzen und Kuscheln liebt jeder Katzenliebhaber, aber wie genau profitieren die Katzen von diesem speziellen Kontakt mit ihrem Besitzer? In Sachen Hunde wissen wir alles, von der korrekten Art, sie zu liebkosen bis hin zu den Zeichen der Zuneigung gegenüber ihres Besitzers. In diesem Punkt sind uns jedoch die unabhängigen und charmanten Katzen ein Rätsel. Sicherlich kann uns eine kürzlich im Preventive Veterinary Medicine veröffentlichte Studie hierzu mit mehr Informationen versorgen.

Eine Studie über Katzen aus dem Tierheim

Um diese Studie durchzuführen, wurden 96 Katzen aus dem Tierheim untersucht und in zwei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe wurde gekuschelt – Kämmen, Spielen oder einfache Liebkosungen werden zusammengefasst unter der Definition des Gentling und zwar von einer Person für zehn Minuten, vier Tage die Woche und insgesamt zehn Tage lang. Die zweite Gruppe wurde dagegen von einem Wissenschaftler nur beobachtet, welcher genau vor ihrem Käfig stand und die Augen gesenkt hatte. Der Zeitraum war der gleiche. Sämtliche Katzen in dieser Untersuchung hatten gleiche Voraussetzungen – eine perfekte Gesundheit, keine Zeichen von Angst – zeigten jedoch zum Abschluss des Experiments eine merkwürdige Wesensart. Tatsächlich waren die Katzen, mit denen zehn Tage lang gekuschelt worden war, nicht nur glücklicher und zufriedener, sie zeigten auch weniger Anfälligkeit für Probleme der Atemwege. Die Katzen, die nicht zur Gentling-Gruppe gehörten, zeigten sich weniger fröhlich und mit anfälligerer Gesundheit. Insbesondere kristallisierte sich heraus, dass 17 von 49 Katzen in dieser Gruppe mit Problemen der oberen Atemwege zu kämpfen hatten – im Vergleich mit neun von 47 Katzen der anderen Gruppe.

Schlußfolgerung: „Therapeutisches“ Kuscheln?

Offensichtlich stimuliert das Gefühl der Zufriedenheit bei Katzen die Produktion von Antikörpern, welche hilfreich im Kampf gegen Störungen der oberen Atemwege sind. Diese Erkenntnisse können als Basis für weitere Diskussionen von den Autoren der Studie, Clive JC Phillips, Professor für Tierschutz an der Universität von Queensland, und Nadine Gourkow, Beraterin für Tierschutz, dienen. Diese sind daran interessiert, die Auswirkungen des Gentling zu erforschen. Hunde, Katzen, aber auch andere Haustiere können diejenigen sein, denen eine „Liebkosungs-Therapie“ zuteil wird. In den meisten Fällen finden sie dies angenehm, sobald die Achtung vor dem Charakter und den Bedürfnissen unseres Freundes erworben wurde.