Fondazione Capellino Salone Csr Innovazione

Die Capellino Foundation Protagonist der Ausstellung für CSR und soziale Innovation

Am 29. und 30. September 2020 fand die achte Ausstellung der CSR und der sozialen Innovationen in der Mailänder Universität Bocconi statt. Dies ist die wichtigste Veranstaltung in Italien, die sich der Rolle von Unternehmen, in Bezug auf die Entwicklungen der Nachhaltigkeit, widmet. Bei der diesjährigen Veranstaltung trat die Fondazione Capellino erstmalig mit dem Panelbeitrag “Zweck jenseits des Gewinns: Wenn Sinnhaftigkeit das Geschäft leitet” als Protagonist auf.
 
 
Unten können Sie die Rede Pier Giovanni Capellinos hören, der von Paolo Pezzana interviewt wurde.

Bitte klicken Sie hier
, um das komplette Interview zu lesen.

Paolo Pezzana, Professor an der Katholischen Universität Mailand,
im Gespräch mit Pier Giovanni Capellino beim

Salone della CSR e dell’innovazione sociale (CSR and Social Innovations Show)

Universität Bocconi, 30 September 2020

 

„Es gibt eine Sinnhaftigkeit jenseits des Profits – wenn die Sinnhaftigkeit das Unternehmen führt“

 

(Paolo Pezzana): Pier Giovanni, wie kamen Sie an einem Punkt Ihres Berufslebens auf die Idee, die Fondazione Capellino zu gründen, um damit zum Schutz der Biodiversität beizutragen?

(Pier Giovanni Capellino): Dies klingt nach einer einfachen Frage, die allerdings eine komplexe Antwort erfordert. Ich könnte es mir an dieser Stelle einfach machen und für einen moralischen Imperativ plädieren, dass der Mensch auf das vom göttlichen Imperativ abgeleitete Recht verzichtet, sich die Erde untertan zu machen, und es stattdessen als seine ethische Pflicht begreift, die anderen Lebensformen und die Lebensräume, auf die diese existenziell angewiesen sind, zu respektieren.

Doch vermutlich sind solche Betrachtungen nicht die Antwort, die Sie erwarten.

 

(Pezzana): Die Antwort ist sicherlich relevant und nach meinem Dafürhalten voll und ganz akzeptabel. Aber lassen Sie uns weiterdenken und auf ein Schlüsselwort kommen: den „Zweck“ beziehungsweise die Sinnhaftigkeit des heutigen Geschäftslebens.

(Capellino): Paolo, das ist ein großes Thema. Ich möchte es so auf den Punkt bringen: Das wirtschaftlich-kulturelle Modell, das unsere Zeit mit seiner primären Ausrichtung den Wachstum beherrscht, hat uns durch die organisierte Ausbeutung der Ressourcen unseres Planeten materiellen Wohlstand und Bürgerrechte versprochen und zu großen Teilen auch ermöglicht. Zumindest in der westlichen Welt. Nun müssen wir aber alle erkennen, dass dieses Modell immer deutlicher an seine Grenzen stößt. Dies wäre selbst durch eine radikale Umverteilungspolitik, die im Moment ohnehin nicht angestrebt wird, nicht zu beheben.

Der Grund liegt auf der Hand: Das Modell beruht auf der bedingungslosen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, ungeachtet der ungeschriebenen Gesetze, die das Gleichgewicht unseres Planeten sicherstellen. Die Folge ist die rasche Zerstörung der biologischen Vielfalt.

Und das mit dramatischen Konsequenzen bis hin zur Möglichkeit eines Verschwindens oder gar einer starken Dezimierung der menschlichen Spezies. Damit einhergehend wird ein großer Verlust der menschlichen Lebensqualität immer wahrscheinlicher, mit gravierenden kulturellen, politischen, sozialen und psychologischen Auswirkungen.

Wir haben gerade selber unser gewohntes und gesichertes Leben aus dem Gleichgewicht. Deswegen bin ich zutiefst davon überzeugt, dass wir unser vorherrschendes Wirtschaftsmodell neu ausrichten müssen. Wir müssen die bestehende Gleichgewicht durchbrechen und Neues ermöglichen, ohne dabei allerdings auf jene Modelle zurückzugreifen, die in der Geschichte bereits gescheitert sind – das wäre sonst so, als würde man den Zaren durch Stalin ersetzen – also einen für den anderen Tyrannen…

Dies alles hat mich zu meinem Entschluss geführt: Statt andere zu bitten, den Wandel einzuleiten, fange ich selber damit an. So haben mein Bruder Lorenzo und ich beschlossen, Almo Nature – den Premium-Tiernahrungshersteller, den ich im Jahr 2000 gegründet habe und der es heute zu einer weltweit führenden Exzellenz gebracht hat – der Fondazione Capellino zu schenken. Die Fondazione Capellino hat sich zum Ziel gesetzt, sich aktiv und konsequent zum Schutz der biologischen Vielfalt einzusetzen. Damit haben wir ein Modell lanciert, das wir Ökonomie der Rückerstattung nennen: Die Früchte des unternehmerischen Erfolgs von Almo Nature werden dabei nicht mehr auf einem privaten Bankkonto angesammelt, sondern sind unmittelbar für Projekte zum Schutz der Biodiversität bestimmt.

Die Fondazione Capellino hat durch die Integration eine Änderung der Statuten von Almo Nature (jetzt Almo Nature Benefit SpA) ausgelöst und hat dem Unternehmen die Verpflichtung auferlegt, in zehn Jahren mit keiner Auswirkung auf die biologische Vielfalt zu wirtschaften. Noch sind die Ergebnisse dieser Verpflichtung von Almo Nature nicht messbar. Der Wandel der Einstellung derer, die bei Almo Nature oder der Fondazione Capellino arbeiten, ist noch in der Entstehungsphase; ich selbst sehe mich dabei wie ein „Marathonläufer am Start“.

 

(Pezzana): Kommen wir zum zweiten Schlüsselwort, das ich Ihnen, Pier Giovanni, gerne zuwerfen würde: „Positionierung“. Wie muss ein „zweckbestimmtes“ Unternehmen wie Almo Nature, aufgestellt sein, wenn es gleichzeitig auf dem Heimtiernahrung Markt als auch auch im Sinne der Fondazione Capellino agiert?

(Capellino): Noch stehen wir am Anfang des Modells „Ökonomie der Rückerstattung“. Um es zum Erfolg zu führen, müssen wir einfach mehr arbeiten als andere!

Es ist ein Modell, das sich nicht so sehr von der Idee des US-amerikanischen Ökonomen Michael E. Porter einer gemeinsamen Wertschöfungskette unterscheidet. Es ist aber meiner Meinung nach in seinen Prämissen radikaler.

Lassen Sie mich dies näher erklären: Unternehmen, die Nachhaltigkeitsstrategien entwickeln, können die Idee ganz nach Belieben leicht „verändern“ und mit ausgeklügelten Marketingstrategien gut verbergen. Es geht ihnen dabei vorrangig um Managementperspektiven, nicht aber um eine grundlegende, verbindliche, werteorientierte und identitätsstiftende Positionierung. Unser Modell hingegen kehrt diese vorherrschende Perspektive um.

Wir haben es geschafft, die Früchte, die das Unternehmen hervorbringt, ausschließlich der Umsetzung von Projekten der Stiftung zu widmen. Das heißt: Wir geben den vollständigen Erfolg des Unternehmens dem Gemeinwohl und dem öffentlichen Interesse zurück.

In diesem Modell gibt es keinen Widerspruch und auch keinen Twist im Zusammenwirken von Almo Nature und der Fondazione Capellino, wie man es sonst häufig in der Beziehung von Profit- und Non-Profit-Organisationen erlebt. Der Erfolg des einen Unternehmens begründet die Existenzberechtigung des anderen und umgekehrt.

Wenn wir auf die Besonderheiten des Heimtiernahrungsmarktes schauen, erleben wir einen eher statischen Markt, der sich in den letzten Jahren nach und nach dem Thema der ökologischen Nachhaltigkeit angenähert hat. Allerdings reden zu viele Unternehmen nur über die Natur, weil dies den Verkauf ankurbelt. Konkret getan wird wenig.

Ganz anders bei uns: Neben dem Projekt Almo Nature entwickelt die Fondazione Capellino aktuell auch diese weiteren Projekte:

  • Companion Animal for Life: Ziel ist es, Hunde und Katzen in den Familienstatus zu integrieren, um so das unnötige Aussetzen zu beenden. Auch soll eine Adoption zu einer verantwortungsvollen Verpflichtung gemacht werden;
  • Regenerating Villa Fortuna: Hier geht es um die Erprobung eines neuen, wirtschaftlich wettbewerbsfähigen Modells für die Landwirtschaft und Landschaftspflege;
  • Impact on Biodiversity: In diesem Projekt arbeiten wir am Schutz und der Erweiterung natürlicher Lebensräume sowie der Ausarbeitung neuer Messverfahren. Diese fokussieren nicht auf die Nachhaltigkeit einer einzelnen Aktivitäten, sondern auf deren Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, auch unter Berücksichtigung der gesamten damit verbundenen Wertschöpfungskette.

(Pezzana): Kommen wir zum dritten Schlüsselwort, das ich Ihnen, Pier Giovanni, vorschlagen möchte, ist „Vorbild“. Inwiefern sollten wir Ihren Ansatz und Ihre Erfahrungen als beispielhaft betrachten, und warum?

(Capellino): Paolo es ist nicht möglich, diese Frage heute angemessen zu beantworten. Dazu brauchen wir einfach noch etwas mehr Zeit. Denn die Vorbilder, die Sie ansprechen, müssen erst noch geschaffen werden. Darüber nur zu reden, reicht nicht. Für den Moment haben wir unsere Glaubwürdigkeit unter Beweis gestellt, indem wir der biologischen Vielfalt durch die Spenden der Marke Almo Nature ganz konkret etwas zurückgeben. Unsere Projekte werden nach und nach fortschreiten und dann auch die gewünschten Ergebnisse liefern. Doch dafür brauchen wir noch etwas Geduld. Heute bitte ich alle: Unterstützen Sie dieses einmalige Modell, kaufen Sie nicht nur die hochwertigen, sondern auch wirklich werthaltigen Produkte von Almo Nature für Ihre Hunde und Katzen. Fest steht: Das Modell wird Erfolg haben, wenn Almo Nature weiterhin seinen eigenen Weg geht. Dazu gehört:

  • die anerkannte Qualität der Heimtiernahrung für Katzen und Hunde
  • die Werte der Rückerstattungswirtschaft, die nun die Zustimmung derjenigen finden muss, die einen Hund oder eine Katze besitzen.

“Gut zu sein”, reicht in diesem Sinne einfach nicht aus.

 

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