Eine Reise durch die Welt der Katzen

Im Internet findest du zahlreiche Informationen über Katzen. Eins jedoch ist sicher: Wir werden die Welt der Katzen niemals vollständig verstehen. Ihre wechselhaften Gewohnheiten überraschen und erfreuen uns täglich! Ein paar Dinge jedoch, wie Katzen funktionieren, sind kein Geheimnis mehr. In diesem Artikel nimmt uns Dr. Maria Grazia Calore, Tierärztin und Expertin in punkto Verhalten von Katzen, mit auf die Reise, um die Welt und die Gewohnheiten dieses beeindruckenden Tieres zu entdecken.

 

Träumen Katzen?

Elegant, geistreich und …. Schlafmützen! Ja, Katzen schlafen sehr viel! Und: sie träumen, so wie wir.

Es gilt als erwiesen, dass Katzen, wie auch wir Menschen, über verschiedene Stadien des Schlafes verfügen. Tatsächlich variieren die Stadien des Katzenschlafes zwischen Episoden leichten Schlafens und Perioden tiefen Schlafens über 20 Minuten lang, gefolgt von REM-Phasen (Rapid Eye Movement), die rund fünf Minuten dauern.

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Wie groß ist das Revier einer Katze?

Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Es kommt darauf an. Wenn die Katze eher draußen lebt, wird das Ausmaß ihrer Routen dadurch bestimmt, wie wahrscheinlich sie hier Futter findet. Wenn sie ihr Futter relativ einfach findet, kann das Revier auch kleiner sein.

Ist die Katze eine reine Stubenkatze und wohnt im Haus, wird ihr Gebiet den Raum umfassen, den sie betreten darf. Für Stubentiger sollte der Bereich in drei Dimensionen bereitstehen – zum Beispiel, um der Katze die Möglichkeit zu geben, zu klettern und höher gelegene Orte in Hausnähe zu erreichen. Solche Orte vergrößern ihr Gebiet immens.

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Wie und warum schnurren Katzen?

Der wichtigsten Theorie zufolge, signalisiert das Gehirn den Muskeln im Kehlkopf, zu vibrieren. Diese Muskelkontraktionen öffnen und schließen die Stimmritze, was wiederum ein Strömen der Luft über die Stimmbänder zur Folge hat. Generell schnurren Katzen während angenehmer Erfahrungen, z.B. wenn sie gestreichelt werden. Kätzchen schnurren ebenfalls, wenn sie bei der Katzenmama Milch saugen. Eine Katze kann ihr Schnurren auch als Ausdruck für mehr Komfort nutzen: Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass Katzen bei Krankheit schnurren.

 

 

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Warum lieben Katzen Kartons?

Katzen und Kartons: eine perfekte Kombination! Aber warum kann keine Katze, noch nicht einmal die raffinierteste, der Verlockung eines schnöden Kartons widerstehen?

Ein Karton ist das perfekte Versteck!In der Natur ist die Katze ein großartiges Raubtier. Sie überfällt ihre Beute aus dem Hinterhalt, aus einer geduckten Lauerstellung heraus. Dabei nutzt sie den Überraschungsmoment, denn sie taucht quasi aus dem Nichts auf.

 

Ein Karton, welch Leidenschaft! Er hat eine große Oberfläche, so dass eine Katze kratzen kann. Außerdem ist er weich genug für Markierungen, verglichen mit Holz oder Gewebe. Darüber hinaus bleiben die der Katze eigenen Pheromone am Karton haften.

Schutz und Wärme Zusätzlich zu diesen wunderbaren “Einsame-Insel-für Katzen”-Eigenschaften sind Kartons für Katzen auch aufgrund ihrer Wärmeisolierung perfekt. Das gilt besonders für Kisten, die eine ähnliche Größe wie die Katze aufweisen.

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Können Katzen unsere Gefühle riechen?

Unsere Katze kann nicht nur alltägliche Gerüche riechen, sondern sie weiß – dank unserer eigenen Pheromone – auch über unsere Gefühle Bescheid. Sei daher nicht überrascht, wenn deine Mieze an deinen schwitzigen Füßen schnüffelt, sobald du nach Hause kommst. Ihr leicht geöffnetes Maul und ihre geknautschte Nase, die ein süßer Anblick sind, zeigen dir, dass die Katze den von uns ausgehenden Geruch inhaliert: Sie nutzt hierzu ihr Vomeronasalorgan, um unsere chemische Nachricht auszulesen. Dieses Organ ist für die Katze sehr wesentlich: Sie riecht uns, unseren Geruch und ebenso unsere Stimmung, also ob wir glücklich, verärgert usw. sind.

Wie interagieren Katzen mit anderen Arten?

 

 

Wir sollten stets bedenken, dass unsere Katze ein Beziehungswesen ist und dass die Gesellschaft anderer Katzen und anderer Rassen, wie Hunde, Menschen, Vögel oder Fische, eine spannende Erfahrung für sie sein kann. Gewöhne deine Katze schon von klein auf daran, mit anderen Tieren zusammen zu sein. So verhinderst du, dass sie später Angst zeigt.

 

Wie wild ist die Natur einer Katze?

Dem Genetiker Wes Warren zufolge, Ko-Autor Studie, die in der Zeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Science) veröffentlicht wurde, haben sich die Eigenschaften der Hauskatze (Felis silvestris catus) über den Zeitraum von 9000 Jahren, die die Katze mit Menschen lebte, geändert. Das Bündnis zwischen Mensch und Katze stellt den Beginn einer echten evolutionären Ära für dieses faszinierende Tier dar. Dies hat auch eine erkennbare Auswirkung auf die DNA der Katze.

 

Aber auch wenn durch die Domestizierung genetische Änderungen vorliegen, ist die Hauskatze auch heute noch von Grund auf so wild, dass sie bestenfalls als halb-domestiziert angesehen werden kann, wie der Wissenschaftler vermutet:

Wir glauben, den ersten vorläufigen Beweis dafür gefunden zu haben, der beschreibt, dass sich Hauskatzen nicht weit von ihrer wilden Population entfernt haben…

 

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