Der Frühling und seine Risiken für Hunde und Katzen

Mit dem Beginn des Frühlings und dem bevorstehenden Osterfest wachsen auch die Möglichkeiten, draußen zu sein und dort zu feiern. Aber gerade hier lauern einige Risiken, die nicht unterschätzt werden sollten: Schokolade und Blumen.

 

Katzen, Pflanzen und Blumen

Viele Heimpflanzen, die wir kaufen, können für unsere Katzen gefährlich sein. Daher ist es so wichtig, mit dem Tierarzt zu sprechen, bevor wir unsere Wohnung mit einer neuen Pflanze verschönern.

Es ist unmöglich, hier eine komplette Liste aller für Katzen giftigen Pflanzen zu erstellen. Doch du solltest wissen, dass einige Pflanzen  beim Einnehmenlokale Reaktionen hervorrufen, während andere Nieren- und Leberprobleme erzeugen oder auf das Herz oder das zentrale Nervensystem wirken können. Hier kommt eine kurze Übersicht:

• Lilien sind extrem giftig. Schon die Aufnahme einer kleinen Menge führt bei Katzen zu ernsthaften Nierenschäden.

• Tulpenzwiebeln sorgen für eine starke Magen-Darm-Entzündung und können am Herzgewebe zu Herzstörungen führen.

• Efeu und Spathyfillum (Einblatt) führen, wenn eingenommen, zu ernsten Entzündungen im Mund, zu Geschwüren und vermehrtem Speichelfluss.

• Azaleen, Rhododendron, Alpenveilchen und Chrysanthemen können, wenn eingenommen, bei der Katze zu ernsten Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und Durchfall führen.

• Maiglöckchen und der Hahnenfuß sorgen für niedrigen Blutdruck und Orientierungslosigkeit.

 

Welches sind für Katzen harmlose Pflanzen?

Minze, Thymian, Rosmarin, Basilikum, Kamille und viele aromareiche Kräuter, die wir in unserer Wohnung haben, sind für unsere Katze vollkommen ungefährlich. Hier kann sie unbesorgt ihren Vorteil daraus ziehen und sie entdecken und erschnuppern. Einige Zierpflanzen unserer Wohnung, die ebenfalls ungefährlich für Katzen sind, sind Lavendel, Usambaraveilchen, Begonien, Kornblumen und Petunien.

 

Hunde und Schokolade: Erbitterte Feinde!

Spezialisten und Toxikologen berichten, dass Vergiftungen durch Schokolade einer der häufigsten Fakten in Zusammenhang mit Haustieren sind. Obwohl glücklicherweise die meisten Fälle nicht lebensgefährlich sind, sollten wir dennoch aufpassen.

Schokolade ist für Hunde eine Gefahr, da sie Methylxanthin enthält, ein Stimulans des Nerven- sowie des Herz-Kreislauf-Systems (wie Koffein und Theobromin), das Zittern, Muskelzuckungen, Herz-Rhythmus-Störungen, Krämpfe und eine hypertensive Krise auslösen kann.

Das Ausmaß des toxischen Rahmens ist direkt proportional zu der eingenommenen Dosis. Mittelstarke Symptome treten bei einer Dosierung von etwa 20 mg pro Kilo Körpergewicht des Haustieres auf. Eine starke Vergiftung erfolgt bei etwa 40 mg pro Kilo. Grundsätzlich ist der Gehalt an Methylxanthin umso schwächer, je süßer die Schokolade ist. Zum Beispiel enthält Milchschokolade ungefähr 140-173 mg Methylxanthin pro 100 Gramm der Tafel, während Schokoladenglasur rund 1198-1232 mg pro 100 Gramm enthält.

Dies bedeutet, eine verhängnisvolle Dosis Milchschokolade für einen kleinen Hund (zum Beispiel einen Pudel) liegt zwischen 140 und 280 Gramm, während sie bei dunkler Schokolade zwischen 14 und 28 Gramm liegt. Es ist schwer, das Verschlucken von Schokolade zu bemerken, aber sobald es erfolgt ist, ist es wichtig, den Tierarzt zu verständigen und den Hund zum Erbrechen zu bringen. Dies kann erfolgen, indem dem Hund einige Löffel Wasserstoffperoxid oder ein Salz-Wasser-Mix verabreicht wird.