Der Ernährungs-Tipp für fröhliche und gesunde Katzen

Almo Nature hat einen Ernährungs-Tipp für Katzen formuliert, auf dem seine gesamte Ernährungs-Philosophie beruht.

Aufgrund ihrer großen Anpassungs- und Überlebensfähigkeit wird oft davon ausgegangen, dass die Katze ein einfach zu fütterndes Tier sei. Leider sieht die Realität vollkommen anders aus.

In der Vielschichtigkeit ihrer Verdauung hat sich die Katze unverändert starre Nahrungsregeln erhalten – und dies sogar trotz Jahrtausende langem Zusammenleben mit dem Menschen.

Warum das so ist, dafür sorgen zwei wichtige Faktoren. Schauen wir sie uns an.

 

1. Die Katzen besitzt keinen Instinkt, zu trinken

Diese angeborene Fähigkeit liegt ihrem Ursprung in der Wüste zugrunde. Hier war ein maximales Sparen von Flüssigkeiten aus der Nahrung vonnöten: kleine Beutetiere bildeten somit auch die einzige Feuchtigkeitsquelle.

Der Körper einer Katze kann die durch die Nahrung aufgenommene Flüssigkeit wiederherstellen, um den Urinverlust zu reduzieren. Nur kleine Mengen werden ausgeschieden.

Beobachten wir ein Kätzchen bei seiner ersten Begegnung mit einer Schale Wasser, sehen wir, dass es alles mit dem Wasser anstellt – es nur nicht trinkt. Diese Eigenschaft erlernt das Kätzchen erst durch die Beobachtung der Mutter oder durch andere.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zu kaufen, um eine Katze zum Trinken zu animieren und sie für Wasser zu begeistern. Dies sind wichtige Systeme, häufig hilfreich, aber allein nicht ausreichend.

Eine ausschließlich auf Trockenfutter basierende Nahrung ist nicht effektiv zur Hydration der Katze, selbst wenn dabei stets Wasser angeboten wird. Die vielfach sitzende Haltung der Katze infolge von Bewegungsmangel – die Katze muss sich weder ihr Futter selbst suchen noch vor Räubern fliehen – kann gemeinsam mit einer entsprechenden Veranlagung mit der Zeit dazu führen, dass die Katze Gesundheitsprobleme, zum Beispiel Nierenprobleme oder Zysten, bekommt.

 

2. Die Katze ist ein strenger Fleischfresser

Die von der Katze in der Natur gejagten kleinen Beutetiere garantieren ihr eine hohe Protein-Aufnahme. Dies bringt die Katze in eine extreme Nahrungs-Lage. Für sie ist die Aufnahme an tierischem Protein unverzichtbar, denn sie hat nur eine geringe Fähigkeit, Aminosäuren (Protein-Bausteine) aus anderen Quellen als dem tierischen Protein zu synthetisieren. Diese sind essentiell für ihr Überleben und schützen vor ernsten Krankheiten.

 

Nur unzureichendes Füttern von tierischen Proteinen, auf der Basis von überwiegend pflanzlichen oder getreidelastigen Quellen, ist nicht immer die richtige Lösung.

 

Wie können wir unserer Katze helfen?

 

Wechsele zwischen Trockenfutter und Nassfutter, um ganzjährig eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Eine frühe Prägung auf Beständigkeit von Futter soll geschaffen werden.

Die Menge an Nassfutter zu erhöhen, senkt gleichzeitig die Kalorienzunahme und erhöht die Hydration unserer Katze. Außerdem wird die Katze mit hochwertigen Quellen an tierischem Protein versorgt, reich an essentiellen Aminosäuren. Zusätzlich beschert der Wechsel von weißem und rotem Fleisch sowie Fisch-Rezepturen nicht nur eine gute Praxis, er versorgt die Katze auch mit allen Nährstoffen – ohne Überschuss oder Mangel.

 

Wie das Futter servieren

Nassfutter am Abend und am Morgen zu servieren, bietet sich an, um ein frisches Mahl zu garantieren (das Futter sollte nicht länger als eine halbe Stunde im Napf stehen); Trockenfutter dagegen kann zur freien Verfügung der Katze den Tag über und in der Nacht stehen gelassen werden.

 

 

Aufgezeichnet von Dr. Benedetta Giannini –Tierärztin und Expertin für Haustier-Ernährung