Analytische Bestandteile und Zusammensetzung: Lesen und Verstehen

Die Zusammensetzung und die Liste der analytischen Bestandteile drängen sich auf den Etiketten der Hundefutter und überfordern uns oftmals. Wir machen sie verständlich!

 

„Ich habe für meinen Hund Alternative Trockenfutter gekauft, aber es enthält 50% Fleisch! Ist das nicht zuviel Protein?“

Solche und ähnliche Anfragen erhalten wir häufig von Kunden, die die zahlreichen Informationen auf der Verpackung zu entwirren versuchen und nun mit dem, was sie einmal gehört und gelesen haben, vergleichen. Man gerät leicht durcheinander, besonders bei den beiden Hauptlisten auf dem Etikett, nämlich der Zusammensetzung und den analytischen Bestandteilen:

  • Zusammensetzung = Inhaltsstoffe. In absteigender Reihenfolge sind hier sämtliche Inhaltsstoffe der Rezeptur aufgelistet, so zum Beispiel Fleisch, Reis, Gemüse, etc. Die List der Inhaltsstoffe ist wesentlich, um die Qualität der rohen Stoffe beurteilen zu können.
  • Analytische Bestandteile: Diese Liste zeigt die Nährwertanalyse des fertigen Produkts. Sie definiert den Gehalt von Proteinen, Fasern, Fetten, etc. Die Liste der analytischen Bestandteile gibt Aufschluss über die Quantität, nicht über die Qualität!

 

Aus diesem Grund ist zum Beispiel die Menge an Fleisch in einer Rezeptur nicht gleichzusetzen mit der Protein-Zufuhr. Schauen wir uns das Etikett des Alternative Trockenfutter an, finden wir in der Zusammensetzung (der Liste der Inhaltsstoffe): „frisches Huhn 50%“. Die analytischen Bestandteile weisen allerdings die Menge an Protein für die gesamte Rezeptur aus. Berücksichtigt man sämtliche Proteine auch der anderen Inhaltsstoffe und nicht nur solche im frischen HFC Fleisch, kommt man auf 25% (und eben nicht auf 50%).

 

Der Protein-Gehalt der Alternative und Alternative 170 Rezepturen ist perfekt auf die ernährungsbedingten Bedürfnisse eines erwachsenen Hundes abgestimmt.

Der große Unterschied im Vergleich zu anderem Trockenfutter ist die Qualität des frischen, HFC zertifizierten Fleisches aus der menschlichen Nahrungskette.

 

Die Qualität des Fleisches beeinflusst die Verdaulichkeit und die Aufnahme von Proteinen. Ein Beispiel gefällig? Hühnchen-Federn: Sie sind reich an Protein, und würden bei einer Analyse eine hohe Prozentzahl bei den analytischen Bestandteilen ausmachen.

Aber sind Hühnchen-Federn gut verdaulich? Wie ist die Bioverfügbarkeit einer Feder? Kann ein Hund mit ihr wirklich den Protein-Gehalt, der für sein Wohlbefinden vonnöten ist, aufnehmen? Oder wird er diese Proteine, da er sie nicht verdauen kann, über den Kot ausscheiden?

Das erste Augenmerk sollte immer auf der Qualität eines Produktes liegen. Die Berechnung der spezifischen Ernährungsmerkmale kann im Anschluss geschehen, doch erst sollten die Inhaltsstoffe auf ihre Bioverfügbarkeit geprüft werden.