Die Wölfe retten – mit Hunden

Almo Natures “Wolf“-Projekt ist 2014 im Nationalpark Toskanisch-Emilianischer Apennin gemeinsam mit dem WAC (Wolf Apennin Center) gestartet. Wir hatten beschlossen, die Bauern mit Hilfe von Maremma Schäferhunden zu unterstützen, um ihre Herden vor Wölfen zu schützen. 

Unsere Intervention zielte darauf ab, die Konflikte zwischen den Aktivitäten der Herde und denen der Wölfe in dieser Region zu verringern. Wir wollten sowohl die Wölfe schützen als auch den Bauern helfen und stellten für die Hunde über einen langen Zeitraum das tägliche Futter.

Die Initiative fand ein großes Echo auch bei anderen Nationalparks und besonders bei ländlichen Firmen und Verbänden, die an die Möglichkeit einer Alternative zum willkürlichen Töten der Wölfe glaubten.

Seitdem hat Almo Nature über 300 Höfe unterstützt, dank der Vermittlung der Nationalparks in der Toskana, in Ligurien, im Piemont und in der Emilia Romagna sowie bei der jüngsten Zusammenarbeit mit dem Pollino Nationalpark in Kalabrien. In Ligurien beispielsweise, der „argwöhnischsten“ Region im Umgang mit Maremma Schäferhunden, schenkten wir den Bauern Welpen und sorgten so mithilfe eines Hunde-Experten für deren optimale Ausbildung.

Die Wölfe retten: Biodiversität und schützenswerte Ressourcen

Das Wolf-Projekt wird den Farmern nur unter einer essentiellen Bedingung vorgeschlagen: Der Bereitschaft, die Hunde bestmöglich zu versorgen und ihre Natur zu achten. Wir sind darum bemüht, periodische und persönliche Kontrollen zum Gesundheitszustand der Hunde und ihrer Situation vor Ort durchzuführen und überwachen auch den Status ihrer Entwicklung hinsichtlich ihrer künftigen Rolle auf der Farm.

Salvare i lupi grazie ai cani pastori

Unser Plan in Italien zielt nicht nur auf den Erhalt einer möglichen Biodiversität ab, sondern auch auf die Verbesserung des Reichtums des Landes.

Wir glauben fest daran, dass die indigenen Raubtiere Italiens – und zu ihnen gehört der Wolf – als Ressource dienen können: Als einen realen Wert hinsichtlich aller landwirtschaftlichen Produkte in den vom Wolf besiedelten Regionen. Mit diesem Projekt schlagen wir vor, ein echtes Markenzeichen zu erschaffen, charakteristisch für alle Länder, welches die Koexistenz mit den Wölfen ermöglicht und für einen massgeblichen Respekt hinsichtlich des natürlichen Ökosystems steht.

Organisationen wie der WWF, Lega Ambiente und L.A.V. begrüßten diese Initiative: „Almo Natures Projekt lehrt, dass es immer eine Alternative gibt und dass allein wir es sind, die sie in Erwägung ziehen. Wir hoffen, dass dieses Projekt weiter fortbesteht.“

 

Just Freedom: Das Rettungs-Center für verletzte Wölfe

2014 haben wir mit der Durchführung von Just Freedom im Toskanisch Emilianischen Appenin begonnen. Es ist die erste europäische Einrichtung, die sich der Rettung, Behandlung, Rehabilitation und Wiedereingliederung von Wölfen in der Wildnis widmet. Sie alle sind Opfer von Unfällen geworden, wurden von Wilderern verletzt oder vergiftet.

Mit diesem Projekt ist der Kurzfilm „Eine Wolf-Story“ entstanden, der die Geschichte zweier Wolfsjungen erzählt. Diese wurden in katastrophalem Zustand gefunden, behandelt und schließlich, dank Just Freedom, ausgewildert.

The Promise

Doch wir wollten noch mehr tun. Wir wollten die Menschen von der Wichtigkeit der Wölfe in unserer Gesellschaft und ihrer Rolle in unserer „menschlichen“ Geschichte überzeugen. Daher erschufen wir „The Promise“, einen Kurzfilm unter der Regie eines Oscargewinners, der uns an das alte Versprechen, welches wir Menschen dem Wolf gaben, erinnern soll: Im Austausch mit der Zustimmung des Rudels, da manche sich mit Hunden paarten, würden die Wölfe stets Respekt erhalten. Der Film ist eine Hymne an die Achtung vor allen Lebewesen.

Den mannigfaltigen Gründen, die uns dazu bewegen, uns für die Wölfe einzusetzen, liegt ein genereller tiefer Respekt zugrunde. Es ist eine Verpflichtung gegenüber Tieren und der Wunsch,  bei dem Erhalt einer natürlichen Biodiversität wirklich beizutragen. Denn die Artenvielfalt ist ein Wert, den es in den Augen von Almo Nature zu schützen gilt.